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Stadtaufteilung von München

München ist in 25 Verwaltungsbezirke aufgeteilt, die zum Teil aus mehreren Stadtteilen bestehen.

Innenstadtbezirke

1. Altstadt - Lehel

Die Altstadt entspricht im Wesentlichen den historischen Stadtgrenzen von München und wird vom Altstadtring eingegrenzt. In ihrem Mittelpunkt liegt der Marienplatz mit dessen Wahrzeichen, der Mariensäule und dem Fischbrunnen. Einst war dieser Platz Mittelpunkt des strahlenförmigen Vermessungssystems von Bayern. Hier wurde das Rathaus errichtet und im 19. Jahrhundert war dieser Platz Ausgangspunkt für die erste Prachtstraße Münchens, die Maximilianstraße.
Weitere historische Sehenswürdigkeiten sind die Frauenkirche, das Wahrzeichen Münchens, die Feldherrnhalle, die Tore der einstigen Stadtmauer, sowie der Karlsplatz.
Auch die großen kulturellen Einrichtungen wie das Bayrische Staatstheater, die Staatsoper und die Münchner Kammerspiele sind in der Altstadt und zwar in den Residenzbauten am Hofgarten untergebracht. Die Bayrische Landesregierung befindet sich ebenfalls direkt am Hofgarten, übrigens ganz in der Nähe des Polizeipräsidiums in der Löwengrube.

Dass sich früher die wichtigsten Handelsstraßen durch München zogen, kann man in gewisser Weise auch heute noch nachempfinden, denn ihrem Verlauf folgen heute die großen Shoppingmeilen zwischen Karlstor und Isartor.
Bayrische Spezialitäten genießt man auf dem Viktualienmarkt und natürlich im berühmtesten Gasthaus der Welt, dem Hofbräuhaus.

Im benachbarten Lehel befindet sich der Englische Garten, der seit Jahrhunderten zum Parkspaziergang mitten in der Stadt einlädt. Außerdem führt die „Museumsmeile“ entlang der Prinzregentenstraße durch Lehel.

2. Ludwigvorstadt - Isarvorstadt

Die Ludwigvorstadt erlangte ihre Berühmtheit vor allem durch die Theresienhöhen, die im 19. Jahrhundert erstmals zur Ausrichtung des Münchner Oktoberfestes genutzt wurden. Hier befindet sich auch die Bavaria und die Ruhmeshalle, die König Ludwig I. als Symbolbauten für ein mächtiges Bayern errichten ließ.
In der Ludwigvorstadt befindet sich der Münchner Hauptbahnhof sowie zahlreiche Hotels und Restaurant. Außerdem befindet sich hier das Deutsche Theater München.
Östlich der Theresienwiese liegt das Münchner Klinikum.

Die Isarvorstadt mit Glockenbach-, Gärtnerplatz- und Schlachthof-Viertel entstand im 19. Jahrhundert im Zuge der Stadterweiterung vor allem als Industrie- und Arbeiterwohnviertel. Inzwischen hat sich die Isarvorstadt zu einem beliebten und dichtbesiedelten Wohngebiet in Innenstadtnähe entwickelt, das mit einer buntgemischten multikulturellen Szene auch Münchner aus anderen Stadtteilen anlockt.

3. Maxvorstadt

Ludwig I. wollte in der Maxvorstadt seine Vorstellungen eines „Isar-Athens“ in die Wirklichkeit umsetzen. Hier wurden die Staatsbibliothek, die Universität und das Siegestor errichtet, weiterhin der Königsplatz, die Basilika und die Pinakothek. Hinzu kamen prächtige Wohn- und Geschäftshäuser. Kein Wunder, dass sich hier auch Schöngeister und Künstler seit jeher wohl fühlten. Heute befinden sich neben den bereits genannten historischen Gebäuden auch die Akademie der Bildenden Künste und die Hochschule für Musik und Theater in der Maxvorstadt. Das Münchner Universitätsviertel ist reich an Cafés, Restaurants und Veranstaltungsbühnen und ein wichtiges Podium des jungen Münchner Kulturlebens.

4. Schwabing-West

Nördlich der Maxvorstadt setzt sich mit Schwabing-West die Kulturstadt München fort. Schwabing-West wurde vom Krieg mehr als andere Teile Münchens verschont und verfügt heute über eine schöne geschlossene Gründerzeitkulisse. Schon Anfang des 20. Jahrhundert wählten große Geister wie Rainer Maria Rilke aber auch Leo Trotzki Schwabing West zum Wohnen aus. Heute ist Schwabing West eine „feine“ kulturvolle Gegend, und ist ein attraktives Viertel für Stadtspaziergänge.

5. Au-Haidhausen

Haidhausen auf der Isarhochterrasse hat mit einer lebendigen Gastronomie ebenfalls Qualitäten als Kultur- und Szeneviertel. Die Gründerzeitbauten um den Pariser Platz gehören zu den lukrativsten Wohngegenden Münchens überhaupt. Im Stadtteil Au dagegen ging die historische Bausubstanz verloren und so findet man in den Nachkriegsvierteln eher eine bezahlbare Wohnung in Innenstadtnähe.

6. Sendling

Sendling umschließt den Isarfluss und ist eine traditionelle Wohngegend. Seit ihrer Entstehung vor und zwischen den beiden Weltkriegen wurde hier vorrangig für Arbeiterfamilien gebaut. Auch heute prägen Genossenschaftsbauten das Bild von Sendling, dessen Zentrum die Großmarkthalle ist. Bereits 1912 errichtet, ist sie heute der drittgrößte Umschlagplatz für Obst und Gemüse in Europa.

7. Sendling-Westpark

Sendling Westpark hat zwei Charakteristika. Zum einen ist es preiswerte Wohngegend und geprägt von den mehrstöckigen Häusern des sozialen Wohnungsbaus. Zum anderen ist der Westpark eins der größten Naherholungsgebiete von München und trägt seit der Ausrichtung der Internationalen Gartenbauausstellung ganz besonders attraktive Züge.

8. Schwanthalerhöhe

Die Schwanthalerhöhe nördlich der Theresienwiese war traditionell ein Industrie- und Arbeiterwohnviertel. Ursprünglich befand sich hier auch die Münchner Messe. Nach Verlagerung der Messe wurde das alte Messegelände zur Bebauung frei und veränderte sich in wenigen Jahren in eine moderne Wohngegend.

9. Neuhausen-Nymphenburg

Größte Attraktion dieses Stadtbezirkes ist selbstredend das Schloss Nymphenburg, die Sommerresidenz der Bayrischen Könige, die in mehreren Bauphasen zu jenem schönen Barockschloss gestaltet wurde, das gemeinsam mit seinem Schlosspark zu den schönsten Schlossanlagen Bayerns gehört. Ebenfalls auf königliche Ambitionen geht der Hirschgarten zurück, der zum schönsten Biergarten von München ernannt wurde.

Zwischen Nymphenburg und der Maxvorstadt zieht sich Neuhausen als eine lebendige Wohngegend, die ein Gemisch aus ehemaliger Industrievorstadt und Gründerzeitbauten darstellt.

Außenbezirke

Verwaltungstechnisch werden die Außenbezirke noch einmal in West- und Ostbezirke eingeteilt. Die Numerierung beginnt aber bei den Nordbezirken und folgt dann dem Uhrzeigersinn.

10. Moosach

Das einstige Dorf erfuhr seinen größten Ausbau in Vorbereitung der Olympischen Spiele, als hier das Olympische Einkaufszentrum und die Olympia-Pressestadt errichtet wurden. Die Gebäude sind bis heute erhalten und in entsprechende Nutzbauten umgewandelt worden. Hinzu kamen moderne Wohnsiedlungen. Die Mustersiedlung Borstei steht wegen ihrer architektonischen Geschlossenheit heute sogar unter Denkmalsschutz.

11. Milbertshofen – Am Hart

In Milbertshofen sind gleich zwei weltberühmte Baukomplexe von München zu Hause: Das Betriebsgelände des BMW-Stammwerkes und das Olympiastadion. Besonders um das Stadion herum wurden in den letzten Jahren einige Veränderungen realisiert. So ist der starke Verkehr zum Teil unterirdisch umgeleitet worden, dafür entstand oberirdisch eine Grünfläche, die den Stadtteil mit Schwabing verbindet.
Im Stadtteil Am Hart befinden sich ebenfalls wichtige Gewerbegebiete, so z.B. der Euro-Industriepark. Außerdem hat hier das Polizeipräsidium Oberbayern seinen Sitz.

12. Schwabing - Freimann

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war kein anderer Stadtteil Münchens so berühmt wie München Schwabing, zumindest in Kulturkreisen. Der Münchner Stadtteil direkt am Englischen Garten war Wohnort und Treffpunkt der berühmtesten Künstler Deutschlands. Hier trafen sich Wassily Kandinsky, Franz Marc und Paul Klee und gründeten die Künstlergruppe „Blauer Reiter“. Hier wurde die Kulturzeitschrift „Die Jugend“ herausgegeben und begründete einen eigenen Bau- und Designstil, den Jugendstil. Mit dem „Simplicissimus“ erschien die erste erfolgreiche Satirezeitschrift von Deutschland.
Literarische Berühmtheiten wie Joachim Ringelnatz, Bertolt Brecht und Marieluise Fleißer hielten sich in Schwabing auf.
Bis heute ist der Stadtteil eine beliebte und inzwischen recht teure Wohngegend geworden, trotz des lauten Stadtverkehrs. Doch die einmalige Jugendstilgegend, die Nähe zum Englischen Garten und zum Stadtzentrum ist bis heute ein Paradies für Lebenskünstler mit oder ohne Familie.

Die Studenten von München können sich eine Schwabinger Wohnung eher selten leisten, dafür leben sie gleich nebenan in Freimann, wo sich die größte Studentenstadt Deutschlands befindet. Zwischen Kulturluxus und Gewerbegebieten bilden sich in München die Hoffnungsträger der Zukunft.

13. Bogenhausen

In Innenstadtnähe findet man in Bogenhausen die Prinzregentenstraße und den Prinzregentenplatz mit seinem Theater und dem Friedensengel. Auf einem Spaziergang durch Alt-Bogenhausen kann man viele gut erhaltene Jugendstilvillen bewundern und durch mehrere großzügige Grünanlagen spazieren. In Bogenhausen befindet sich auch der St.Georgs-Friedhof, auf dem viele Münchner Berühmtheiten begraben sind, u.a. Oskar Maria Graf, Liesl Karstadt und Rainer Werner Fassbinder.

14. Berg am Laim

Der Stadtteil ist seit den Dreißiger Jahren ein klassisches Siedlungsgebiet für den sozialen Wohnungsbau. Seit der Verlagerung des Münchner Flughafens liegt er nicht mehr in der Einflugschneise und wird wegen seiner ruhigen Außenstadtlage nun auch für gehobenere Wohnkonzepte attraktiver.

15. Trudering-Riem

Der große Stadtbezirk im Osten Münchens wird neben der Innenstadt wohl am meisten von in- und ausländischen Gästen frequentiert, denn hier befindet sich seit 1998 die neuen Münchner Messe. Sie wurde auf dem Gebiet des alten Flughafens errichtet. Um den attraktiven Wirtschaftsstandort wuchsen auch neue Wohngebiete und eine eigene städtische Infrastruktur.
Etwas ländlicher ist es im Nachbarstadtteil Trudering geblieben, wo bis heute ehemalige Dorfstrukturen erkennbar sind, und das Bild von Einfamilienhäusern im Grünen bestimmt wird. Aber auch hier hat sich die Wohnstruktur in den letzten Jahren ein wenig verdichtet.

16. Ramersdorf Perlach

Der große Stadtbezirk im Südosten hat ebenfalls viele Qualitäten als Wohngebiet. In Ramersdorf endet die Autobahn und der Verkehr ist über die Rosenheimer Straße mit der Innenstadt verbunden. Entlang dieser Ausfallstraße reihen sich die Wohnblocks des sozialen Wohnungsbaus aneinander. In den ruhigeren Gegenden nimmt der Stadtteil Ramersdorf auch dörfliche Züge an. Die spätgotische Maria-Wallfahrtskirche ist bis heute ein Pilgerziel. Von Ramersdorf zieht sich Perlach bis zum Stadtrand von München und hat für Naherholungssuchende bereits viel Grün und großzügige Freizeitanlagen zu bieten.
Das Zentrum von Perlach wurde modernisiert und verfügt über eine eigene Infrastruktur inklusive einer großen Einkaufspassage.

17. Obergiesing

Im Wohngebiet Giesing verbergen sich noch einige wenige historische Schätze. Neben einer Kirche gibt es den fast tausendjährigen originalgetreuen Hauser-Bauernhof. Der Giesinger Eisenbahnhof ist immerhin schon hundert Jahre halt, ebenfalls noch gut erhalten und heute das Zuhause des Stadtteilkulturzentrums.

18. Untergiesing - Harlaching

Die exponierte Lage des Bezirkes am Ufer der Isar bestimmt auch seinen Charakter. Besonders in Harlaching finden sich schöne Grünflächen am Flussufer. Berühmt ist Harlaching vor allem für seinen Geo-Zoo. Der Zoo Hellabrunn erlaubt es vielen Tieren, so naturgerecht wie möglich zu leben. Sehenswert sind außerdem die Villenviertel entlang der Isar.

19. Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln

Der Bezirk im Süden Münchens ist in erster Linie Wohn- und Industriebezirk. In Fürstenried, Forstenried und Solln entstanden Trabantenstädte aus Hochhaussiedlungen. Arbeit finden viele Bewohner in den großen Gewerbegebieten vor Ort. Besonders in Obersendling haben sich Werke großer Firmen wie Siemens niedergelassen.
Thalkirchen entlang des Isar-Ufers hat allerdings einige seltene Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hier befindet sich ein schönes Sommerbad, ein Flößerhafen, eine Wallfahrtskirche und das Asam-Schlössl, das für seine Fassadenmalereien aus dem 18. Jahrhundert berühmt ist.

20. Hadern

In diesem Bezirk befindet sich der große Klinikumskomplex Großhadern. Als Wohnbezirk ist Hadern recht heterogen und hat sowohl Blocksiedlungen als auch Gründerzeitvillen zu bieten. Mitten durch den Bezirk verläuft die A 96.

21. Pasing-Obermenzing

Bis 1938 war Pasing eine eigenständige Stadt und dabei die fünftgrößte Stadt von Bayern. Als Kompromisslösung zur Eingemeindung behielt es seine eigene Bezirksverwaltung. Noch heute kann man im Rathaus Pasing das komplette Angebot einer Stadtverwaltung nutzen.
Auch kulturell hat Pasing seine Eigenständigkeit bewahrt, besonders die Pasinger Fabrik organisiert hervorragende, familienorientierte Stadtteilkultur.
Obermenzing ist bereits von etwas ländlicherem Charakter, seine Villenviertel gehören zu den beliebtesten Wohngegenden von München. Eine Attraktion des Stadtteils ist das alte Jagdschloss Blutenburg. Hier wird ein außergewöhnliches Museumskonzept verfolgt – das Lesemuseum für Kinder und Jugendliche. Neben der internationalen Jugendbibliothek zeigt es verschiedene Ausstellungen zu berühmten Kinderbuchautoren.

22. Aubing-Lochhausen-Langwied

In diesem westlichen Stadtbezirk geht die Großstadt München allmählich in ihre ländliche Umgebung über. Wohnsiedlungen aus der Nachkriegszeit wechseln mit letzten erhaltenen Dorfstrukturen ab und die ersten Landwirtschaftsbetriebe nutzen den fruchtbaren Boden am Münchner Stadtrand. Seine landschaftlichen Vorzüge machen es auch zum beliebten Ausflugsziel für die Münchner der Innenstadt, die im weitläufigen Erholungsgebiet Langwieder- und Lußsee Entspannung in der Natur finden.

23. Allach – Untermenzing

Am nordwestlichen Stadtrand breiten sich große Industriegebiete aus, wobei mehrere Grünzonen für einen ökologischen Ausgleich sorgen. Einige Gegenden sind aber auch als Wohnanlagen im Grünen beliebt, besonders Untermenzing besteht vorwiegend aus grünen Straßenzügen mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

24. Feldmoching-Hasenbergl

Hasenbergl erhielt seinen Namen von den Bayrischen Kurfürsten, die gern nach Norden ritten, um auf Hasen Jagd zu machen. Heute ist die grüne Gegend im Norden Münchens vorwiegend mit Wohnblocksiedlungen bebaut. Feldmoching ist aber auch das größte Landwirtschaftsgebiet innerhalb der Münchner Stadtgrenzen, und so liegen moderne Bauernhöfe in direkter Nähe zu den Hochaussiedlungen des Stadtteils.

25. Laim

Der 25. Verwaltungsbezirk von München gehört bereits wieder zum Innenstadtkern. Wegen seiner Zentrumsnähe ist er auch eine beliebte Wohngegend, wobei sich nach dem Krieg nie wieder ein geschlossenes Stadtbild hergestellt hat. Von den Gründerzeithäusern, die im Zeitalter der Industrialisierung das Dorf Laim zur Stadt machten, sind nur noch wenige erhalten. An den Hauptstraßen ragen Wohnhochhäuser auf, in den Seitenstraßen reihen sich Ein- und Zweifamilienhäuser aneinander.
Sehenswert ist das Laimer Schlössl, einst der Wohnsitz des bekannten Münchner Architekten Theodor Fischer. 


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